Saimaa-Ringelrobbe, Rantasalmi, Finnland. Foto: Jan Ebr und Ivana Ebrová, CC BY 4.0
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B2B-Leads in Deutschland. Der Mittelstand steht im Register, nicht in Apollo.
Der deutsche Mittelstand ist eine der größten B2B-Zielgruppen Europas. Viele dieser Firmen haben kaum einen digitalen Fußabdruck, und internationale Datenbanken, die aus Websites und Profilen gebaut sind, sehen nur einen Teil davon. Das Handelsregister sieht alle.
Quelle: Daten von Atlas für Deutschland, 1. Juli 2026. Das ist nicht die Gesamtzahl der Firmen in Deutschland. Mehr in der Studie (auf Englisch).
1. Die Quellen
- Handelsregister (handelsregister.de): Firma, Rechtsform, Sitz, Geschäftsführer und Prokuristen.
- Unternehmensregister (unternehmensregister.de): Jahresabschlüsse und Pflichtveröffentlichungen. Größenklasse und Bilanzsumme lassen sich daraus ablesen.
- Impressum der Firmenwebsite: Jede geschäftsmäßige Website braucht ein Impressum (§ 5 DDG, früher § 5 TMG) mit Name, Anschrift, Vertretungsberechtigten und Kontakt.
2. Das Segment definieren
Ein brauchbares Segment hat drei Koordinaten: Wirtschaftszweig (WZ 2008, zum Beispiel 28 für Maschinenbau), Region (Bundesland oder Kreis) und Größe (Mitarbeiter oder Bilanzsumme aus dem Jahresabschluss). Ohne Bundesland mischt eine Kampagne Hamburger Logistik mit bayerischem Maschinenbau, und die Ansprache wird beliebig.
3. Kontaktdaten finden
Für die meisten Mittelständler ist das Impressum die beste Quelle: Es nennt den Geschäftsführer und einen Kontaktweg. Dazu kommen Team- und Karriereseite. Prüfen Sie, dass die Website wirklich zur Firma gehört, etwa über die Handelsregisternummer im Impressum. Geparkte Domains und Seiten einer gleichnamigen anderen Firma sind eine häufige Fehlerquelle.
4. Die Regeln für die Ansprache
Das ist ein allgemeiner Überblick und keine Rechtsberatung.
- E-Mail: Nach § 7 UWG braucht Werbung per E-Mail in Deutschland grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, auch gegenüber Unternehmen. Eine Ausnahme gilt für bestehende Kunden unter engen Voraussetzungen.
- Telefon: Gegenüber Unternehmen reicht eine mutmaßliche Einwilligung, also ein konkretes, vermutetes Interesse an Ihrem Angebot.
- Post: Briefwerbung an Firmen ist grundsätzlich zulässig, solange kein Widerspruch vorliegt.
- DSGVO: Namen von Ansprechpartnern sind personenbezogene Daten. Die Verarbeitung stützt sich meist auf das berechtigte Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f) und braucht eine Information der Betroffenen.
In Deutschland ist deshalb oft der Anruf oder der Brief der erste Kontakt, nicht die Kalt-E-Mail.
Wie Atlas hilft
Atlas sucht Firmen nach Branche, Region und Gründungsdatum und schaut auf der Website der Firma und in öffentlichen Quellen nach Telefon, E-Mail und Ansprechpartner. Neben jeder Angabe steht die Quelle. Wird nichts gefunden, bleibt das Feld leer. Die Abdeckung ist je Land sehr unterschiedlich, die gemessenen Zahlen stehen auf der Abdeckungsseite. Preis: 600 Euro für zwei Monate zzgl. MwSt., ohne Credits.
Häufige Fragen
Darf ich deutsche Firmen per E-Mail anschreiben?
Werbe-E-Mails brauchen nach § 7 UWG grundsätzlich eine vorherige Einwilligung, auch im B2B-Bereich. Telefon und Brief sind gegenüber Firmen leichter zulässig. Keine Rechtsberatung.
Wo finde ich den Geschäftsführer einer GmbH?
Im Handelsregister und im Impressum der Firmenwebsite.
Kann ich Atlas kostenlos testen?
Ja. Programm herunterladen und ohne Karte eine Suche starten.